An einem netten Abend mit Freunden kam die Diskussion auf, ob man Wandersocken auch aus Handgesponnenem stricken könnte. Es war mehr so als Scherz gemeint, aber mir ist die Frage noch länger hinterher gelaufen...

Also habe ich angefangen zu recherchieren und experimentieren und behaupte, dass man durchaus Socken, die sehr belastet werden (vielleicht nicht wirklich Wandersocken, aber durchaus Alltagssocken), aus Handgesponnenem stricken kann. Wichtig ist die richtige Fasermischung, der kurze Auszug beim Spinnen und das richtige Verzwirnen.

 

Hier für euch meine bisher belastbarste Fasermischung....

Slash

100g

75% Schurwolle (Southdown)

25% Nylon

 

 

Flauschiger, aber robuster Kammzug - für die Socken... oder andere sehr belastete Kleidungsstücke!!!


Southdown ist die lustigste Faser, die ich kenne! Sie fühlt sich erstmal überhaupt nicht nach Schaf an, eher wie eine Pflanzenfaser. Sie ist ein bisschen raus, aber überhaupt nicht stachelig. Versponnen erinnert sie an ein Gummiband, sie ist absolut elastisch und ein bisschen wasserabweisend. Traditionell wird die Faser für Socken, Mützen und Pullover genutzt.

Durch den Nylonanteil lässt sich die Faser toll sehr dünn ausziehen, sodass eine dreifache Verzwirnung gut möglich ist.

Um ein langhaltendes Sockengarn herzustellen, sollte man ein 3-Strang Opposing-Ply Garn herstellen. (Anleitung unten auf der Seite)

 

Die Färbung entsteht in Handarbeit und deshalb ist auch kein Strang ganz wie der andere, das ist gewollt und kein Mangel ;) So entstehen handgefärbte Unikate 

 

Ich spüle die Kammzüge mehrfach sehr gründlich aus, kann aber trotzdem niemals einen Farbüberschuss ausschließen, deshalb empfehle ich immer eine separate Handwäsche nach dem Spinnen.

 

Ich versuche möglichst gut zu fotografieren, aufgrund von Monitoreinstellungen können die Farben leider abweichen.

 

 

10,50 €

10,50 € / 100 g
  • nur noch begrenzte Anzahl vorhanden
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Shades of Green

100g

75% Schurwolle (Southdown)

25% Nylon

 

 

Flauschiger, aber robuster Kammzug - für die Socken... oder andere sehr belastete Kleidungsstücke!!!


Southdown ist die lustigste Faser, die ich kenne! Sie fühlt sich erstmal überhaupt nicht nach Schaf an, eher wie eine Pflanzenfaser. Sie ist ein bisschen raus, aber überhaupt nicht stachelig. Versponnen erinnert sie an ein Gummiband, sie ist absolut elastisch und ein bisschen wasserabweisend. Traditionell wird die Faser für Socken, Mützen und Pullover genutzt.

Durch den Nylonanteil lässt sich die Faser toll sehr dünn ausziehen, sodass eine dreifache Verzwirnung gut möglich ist.

Um ein langhaltendes Sockengarn herzustellen, sollte man ein 3-Strang Opposing-Ply Garn herstellen. (Anleitung unten auf der Seite)

 

Die Färbung entsteht in Handarbeit und deshalb ist auch kein Strang ganz wie der andere, das ist gewollt und kein Mangel ;) So entstehen handgefärbte Unikate 

 

Ich spüle die Kammzüge mehrfach sehr gründlich aus, kann aber trotzdem niemals einen Farbüberschuss ausschließen, deshalb empfehle ich immer eine separate Handwäsche nach dem Spinnen.

 

Ich versuche möglichst gut zu fotografieren, aufgrund von Monitoreinstellungen können die Farben leider abweichen.

 

 

10,50 €

10,50 € / 100 g
  • leider ausverkauft

Neon-Green

100g

75% Schurwolle (Southdown)

25% Nylon

(vorsicht: der ist wirklich richtig richtig leuchtend grün!!!!)

 

 

Flauschiger, aber robuster Kammzug - für die Socken... oder andere sehr belastete Kleidungsstücke!!!


Southdown ist die lustigste Faser, die ich kenne! Sie fühlt sich erstmal überhaupt nicht nach Schaf an, eher wie eine Pflanzenfaser. Sie ist ein bisschen raus, aber überhaupt nicht stachelig. Versponnen erinnert sie an ein Gummiband, sie ist absolut elastisch und ein bisschen wasserabweisend. Traditionell wird die Faser für Socken, Mützen und Pullover genutzt.

Durch den Nylonanteil lässt sich die Faser toll sehr dünn ausziehen, sodass eine dreifache Verzwirnung gut möglich ist.

Um ein langhaltendes Sockengarn herzustellen, sollte man ein 3-Strang Opposing-Ply Garn herstellen. (Anleitung unten auf der Seite)

 

Die Färbung entsteht in Handarbeit und deshalb ist auch kein Strang ganz wie der andere, das ist gewollt und kein Mangel ;) So entstehen handgefärbte Unikate 

 

Ich spüle die Kammzüge mehrfach sehr gründlich aus, kann aber trotzdem niemals einen Farbüberschuss ausschließen, deshalb empfehle ich immer eine separate Handwäsche nach dem Spinnen.

 

Ich versuche möglichst gut zu fotografieren, aufgrund von Monitoreinstellungen können die Farben leider abweichen.

 

 

10,50 €

10,50 € / 100 g
  • leider ausverkauft

Zwirntechnik für langlebige Socken

3-Strand Opposing-Ply Yarn

Man stellt 2 Singles in S-Richtung gesponnen und 1 Single in Z-Richtung gesponnen herDiese 3 Singles verzwirnt man dann gemeinsam in Z-Richtung. 

So entsteht ein sehr stabiles 3-fädiges Garn, was wesentlich höhere Belastungen aushält als normal verzwirntes 3-fädiges Garn.

 

 

Navajo-Ply Yarn/ Chain-Plying

Eine zweite Alternative stellt das Navajo oder Chain-Plying da. Es ist nicht ganz so belastbar wie die obere Variante, aber doch deutlich belastbarer als eine normale Verzwirnung. Dazu gibt es tolle Videos im Netz.

 

 

 

 

 

 

Beispiel-Probe:

 

Links seht ihr das 3-Strand Opposing - Ply Garn und rechts navajo-verzwirnt.

Auffällig ist, dass das 3-Strand Garn ein bisschen mehr Drall hat und dadurch nicht so auflufft, also dünner und fester bleibt. (Nach dem Verzwirnen hatte ich viel Überdrall im Garn, nach dem Baden hat es sich schön reguliert!)

Das Navajo-Garn wird fluffiger, weicher, obwohl es aus dem gleichen Single verzwirnt wurde wie das 3-Strand-Garn. Die Farbabschnitte bleiben schön erhalten, aber es ist nicht ganz so belastbar.

 

Beide Varianten eignen sich, um ein Garn herzustellen aus dem man langlebige Socken stricken kann.

Strickprobe

 

Oben seht ihr das 3-Strand Opposing Garn gestrickt mit Nadelstärke 2,5. Es hat ein leicht unregelmäßiges Strickbild und ist deutlich feiner als das andere Strickstück. Es fühlt sich härter und stabiler an.

 

Unten seht ihr das Navajogarn mit Nadelstärke 3 gestrickt. Das Strickbild ist regelmässig und fluffig. Es fühlt sich weich und fließend an. Der Farbverlauf ist deutlich zu sehen.

 

Fazit:

Mein Fazit ist, dass das 3-Strand Opposing Garn deutlich strapazierfähiger und fester ist als ein Navajo-Garn. ABER: diese Zwirnart würde ich wirklich nur für Socken nutzen, die lange halten sollen, da es ein festes und sehr griffiges Garn macht.

Das Navajo-Garn ist wesentlich weicher und fließender, es eignet sich sehr schön für alle Bekleidungsstücke!